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Wie wollen wir leben?

Mutige Entscheidungen für das Bauen und Wohnen im neuen Jahrzehnt.

Eine Stadt oder eine Region sind nie fertig. Architektur, ein ganzheitliches Verkehrskonzept, mehr Grün, neues Bauen und neue Ansätze der Energiewende entwickeln sich Hand in Hand mit dem Umland.

Irgendwann wird die Corona-Pandemie überwunden sein. Danach stellen sich verschärft die Fragen: Wie wollen wir leben? Wie schaffen wir es, Metropolregionen zu vernetzen und integriert zu denken? Was ist für die Bewohner Düsseldorfs wichtig, um Lebensbereiche zu schaffen und fortzuentwickeln? Wie kann man für ein ­wachsendes Düsseldorf qualitätvoll Wohnraum schaffen, ohne bestehende ­Quartiere durch die Veränderungen zu sehr zu belasten?

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Die Coronakrise hat viele Veränderungen angestoßen. Der Trend zu mehr Home­office wird auch danach nicht wegfallen. Das wirkt sich auf die Verkehrsdichte aus. Denn nach Düsseldorf pendelten noch vor einem Jahr täglich mehr als 300.000 Arbeitnehmer ein. Das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Lebens- u

nd Wohnqualität in der Stadt. Langfristig fallen aufgrund der heimischen digitalen Arbeit vermutlich ein Viertel aller Pendlerfahrten weg. Weniger Autos auf den Straßen geben Raum für Radwege oder Straßengrün und ermöglichen neue Verkehrskonzepte. Für ausreichend Parkraum muss trotzdem gesorgt sein, denn ohne Autos wird auch die Stadt der Zukunft nicht auskommen.

Nicht nur die eigenen Bewohner werden dieses Transportmittel benutzen, sondern auch Menschen, die Städte als attraktive Orte für ein Einkaufserlebnis aufsuchen, für Behördengänge, einen Arztbesuch oder die einfach nur ihre ­Freunde und Verwandten besuchen möchten. Die bessere Vernetzung und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bieten aber auch Chancen, Fahrten mit dem Pkw zu vermeiden.

Eine grüne Innenstadt bedeutet eine höhere Lebensqualität – insbesondere angesichts des Klimawandels mit zunehmend heißeren sommerlichen Temperaturen. Bäume am Straßenrand absorbieren die Hitze ebenso wie begrünte Dächer oder Fassaden. Wenn sich erst gar keine Hitzeinseln bilden, haben die Bewohner der Innenstadt ebenso Vorteile wie die Geschäfte und Gastronomiebetriebe, denn die Aufenthaltsqualität ist an heißen Tagen höher.

Eine stärkere Verdichtung in der Innenstadt will im Hinblick auf Hitzeinseln sehr gut geplant sein. Der Neubau für den Kaufhof an der Schadowstraße kann ein spektakuläres architektonisches Highlight werden, das aber diese Aspekte berücksichtigen muss. Auch bei Wohnimmobilien steht und fällt die Attraktivität mit dem geschäftlichen Umfeld. Kurze Wege, die Nahversorgung mit Lebensmitteln, aber auch die Gastronomie im Viertel entscheiden über das Lebensgefühl. Die Stadtteilzentren könnten sich nach Corona sehr verändern. Aktuell stehen bereits abseits von 1A-Lagen wie der Königsallee Gewerbeimmobilien durchaus länger leer. Man darf gespannt sein, wie die Situation nach dem Ende der Pandemie aussieht, wenn wir wissen, wie ­viele Restaurants und Einzelhändler die Lockdowns überlebt haben.

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Bestätigt sich der Trend zum Homeoffice, bedeutet das aber gerade für die Stadtteilzentren eine große Chance, weil die Arbeitnehmer ihren engeren Wohnbereich nicht mehr so häufig für den Weg zur Arbeit verlassen müssen. Gerade das vermehrte Homeoffice, die gute Infrastruktur auch außer­halb von Düsseldorf, sowie die fehlenden großen Bauflächen in Düsseldorf sind auch eine Chance für die Immobilienentwicklung im Umland von Düsseldorf. Zu nennen sind hier direkt an­grenzende Kreise, die gut verkehrlich vernetzt sind, wie zum Beispiel der Rheinkreis Neuss, der Kreis Mettmann und die Stadt Duisburg. Schon in den letzten Jahren ergab sich ein ungebrochener Trend zu Preissteigerungen in den sieben größten Städten Deutschlands. In Düsseldorf sind die Preise für Wohnimmobilien von 2009-2020 um 100 Prozent gestiegen.

Die Mietentwicklung dagegen weist nur eine Steigerung von 20 Prozent aus. Insofern weichen Käufer aber auch Mieter, vor allem diejenigen, die einen größeren Flächenbedarf haben, wie zum Beispiel Familien, oft auf das Umland der großen Städte als neuen Wohnort aus. Im Umland von Düsseldorf ist der Kaufpreis für eine Bestands-Eigentumswohnung fast 50 Prozent niedriger als in Düssel­dorf selbst. Aber auch die Mieten sind günstiger.

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Der Trend zum Homeoffice erfordert zudem mehr Platz für die Bewohner, weil dafür oft ein weiterer oder größerer Raum benötigt wird. Der Anstieg der Wohnfläche je Person in Deutschland ist ungebrochen, auch wenn das Bild in den größten sieben Städten Deutschlands anders ist. Dort gibt es einen Trend zur Verkleinerung der Wohnfläche, weil Mieten und Kaufpreise hoch sind und dort mehr Singlehaushalte existieren.

Aufgrund dieser Trends müssen sich die großen sieben Städte Deutschlands als Metropolregion zusammen mit ihren Nachbargemeinden verstehen. Die Versorgung der Bürger, der Verkehr und auch das Bauen an Verkehrsknotenpunkten müssen besser und dauerhaft vernetzt werden. Dies ist kein altruistischer Beitrag zur Entwicklung des Umfeldes der großen Städte, sondern eine Anpassung der Politik an die tatsächlichen Lebenswirklichkeiten der Einwohner Deutschlands. Schließlich ist der Anteil der städtischen ­Bevölkerung zugunsten ländlicher Bevölkerung von 2011-2019 nur um 0,8 Prozent gestiegen, obwohl im politischen Fokus oft nur ­städtische Wohnmärkte, insbesondere der Berliner, stehen.

Eigentuemerquote.jpgUngebrochen ist auch der Trend zu mehr Eigentümern, die in den eigenen vier Wänden leben. In allen Bundesländern gab es seit 1998 eine Steigerung der Eigentumsquote laut Statistischem Bundesamt. Die Quote stieg deutschlandweit von 40,9 Prozent auf 46,5 Prozent im Jahr 2018. Insofern ist es an der Zeit, dass die Politik diesen ­Wandel der Gesellschaft in ihrem Handeln berücksichtigt und ­endlich auch Eigentümerinteressen in den Fokus rückt. Dies gilt gerade für die oft medial zu sehr in den Fokus rückende Berliner Wohnpolitik. Berlin ist das Bundesland mit der geringsten Eigentümerdichte Deutschlands. Aber selbst in Berlin ist der Trend zum Eigentum ungebrochen. Über den Bundestrend stieg die Eigentümerquote dort von 11 Prozent 1998 auf 17,4 Prozent 2018 um 6,4 Prozent.

Vernetztes Denken ist beim wesentlichen Thema des Umwelt­schutzes auch das Thema der Stunde. Wo entstehen Ladepunkte und wie werden Elektroautos im Bereich der öffentlichen Parkplätze betankt? Wie können mehr Dächer mit Fotovoltaikanlagen aus­gestattet werden, um den Strom auch vor Ort zu erzeugen? Wie ­werden Verkehrsströme im harmonischen Miteinander zwischen allen Verkehrsteilnehmern sinnvoll gelenkt und vernetzt? Diese und weitere Fragen können nur zusammen mit allen Akteuren, die an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, beantwortet werden. Dabei lässt sich eine optimale Entwicklung beim Thema Energie und Verkehr deutlich besser mit Anreizen und Angeboten als mit Verboten schaffen.

Hinzu kommt, dass im nächsten Jahrzehnt die Digitalisierung auch im Bereich der Immobilienwirtschaft relevanter werden wird. Dies betrifft das Bauen der Häuser, aber auch die Verwaltung der ­Immobilien. Zudem deuten sich viele Innovationen im Bereich des Bauens an, wie zum Beispiel Häuser aus dem 3-D Drucker, vorge­fertigte Bauelemente oder das robotergestützte Bauen.

Düsseldorf ist eine attraktive und eine besondere Stadt. Ihr Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Bildung, medizinischer Versorgung, Hotels, Architektur, Gastronomie und Kultur ist einzigartig und sorgt nicht nur für eine positive Entwicklung der Stadt, sondern auch für die des Umlandes, das ebenfalls sehr beliebt ist. Jetzt kommt es darauf an, diese Stärken Düsseldorfs auszubauen und in die neuen Herausforderungen der Ökologie und des Verkehrs zu transformieren. Dabei wird sich Düsseldorf als Zentrum einer neuen Metro­pol­region zusammen mit den umliegenden Kommunen weiter positiv entwickeln.

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